Meine Zeit in Dänemark!

Dieses Wintersemester (26.01-12.06.2026) habe ich ein Auslandssemester in Aarhus, Dänemark gemacht. Im Voraus kann ich schon mal sagen, dass es eine wundervolle und schöne Erfahrung war. Ich kann es nur wirklich jedem ans Herz legen, sich für ein Semester im Ausland zu entscheiden. Es bringt so viele Vorteile und neue Erfahrungen mit sich- neue Freunde, neues Wissen über andere Kulturen/Traditionen und natürlich viele Erkenntnisse über den eigenen Charakter.

Erstmal zu mir, ich bin 20 Jahre alt und studiere Volkschullehramt in Wien an der KPH in Strebersdorf. Mein Auslandsemester habe ich im 4. Semester gemacht und werde nächstes Jahr den Bachelor in Wien fertig machen.

Nun zu meinem Aufenthalt, die Stadt Aarhus kann ich nur empfehlen. Es ist die zweitgrößte Stadt Dänemarks, aber mit Wien überhaupt nicht zu vergleichen. Schon nach kurzer Zeit kennt man sich sehr gut in Aarhus und mit den Öffis dort aus. Viele Menschen entscheiden sich auch für ein Fahrrad. Dadurch das es im Norden öfters windig und regnerisch ist, habe ich mich persönlich gegen Eines entschieden und bin immer mit dem Bus gefahren. Der Winter war kalt, aber ab April kam auch öfters die Sonne raus und dann blüht die Stadt nochmal ganz anderes auf. Aarhus hat viele kleine Gassen mit bunten Häusern, Straßen mit vielen Bars und Clubs am Wasser und generell sind die Menschen alle sehr gechillt. Ich finde, man kann viel von den Dänen lernen. Ich habe mich bisher in keinem Land so sicher gefühlt, wie in Dänemark! Die Menschen wirken zwar verschlossen, aber wenn man sich mit ihnen unterhält, merkt man, dass sie dir nur Gutes wollen und sehr hilfsbereit sind.

Gelebt habe ich in einem Studentenwohnheim in Brabrand, etwas außerhalb Aarhus, jedoch mit dem Bus gut erreichbar. Ich habe mir ein Haus mit 11 anderen Studierenden geteilt. Ich hatte mein eigenes Zimmer mit Bad und die Küche wurde geteilt. Die meisten Erasmusstudenten haben im „Basecamp“ (einem anderen Studentenwohnheim Nähe der Universität Aarhus) gelebt. Jedoch war mir mein Studentenwohnheim lieber, da es nur die Hälfte gekostet hat und auch mehr in der Natur gelegen ist. Ich war fast jeden Tag im nahegelegenen Wald spazieren und habe die Natur auch mal sehr genossen.

Studiert habe ich an der VIA University College. Mein Studium dort war sehr entspannt. Ich hatte nur 3–4 Mal Uni und das für 3 Stunden. Als Hausaufgaben hatten wir immer Texte zu lesen, die wir in der nächsten Unterrichtsstunde zusammen besprochen haben und als Einstieg für neue Themen geholfen haben. Wir hatten 2 Lehrveranstaltungen: die Praxis in einer dänischen Volksschule für 3 Wochen und „General Didactics and Pedagogicy“, wo wir über KI, Autorität/Authentizität und einige Unterrichtsformen gelernt haben. Das Praktikum war interessant und ich konnte einiges lernen. Die dänische „Folkeskole“ ist übrigens bis 16 Jahren. Das war auch sehr interessant, da ich sonst nur Erfahrung mit jüngeren Kindern habe. Die Professoren an der Uni waren alle sehr lieb und hilfsbereit, man hat gemerkt, dass sie uns eine gute Zeit ermöglichen wollen.

Dadurch das das Studium nicht so zeitintensiv war, konnte ich viel reisen. In Dänemark habe ich Odense, Alborg, Kopenhagen und Skagen (den nördlichsten Punkt Dänemarks) besucht. Ich hatte auch die Möglichkeit günstig nach Litauen und Lettland zu reisen. Zu Beginn meines Erasmus Semesters war ich in Norwegen, um die Nordlichter zu sehen (was auf jeden Fall auch ein Highlight meines Auslandssemester war) sowie mit einer Nachtfähre von Kopenhagen nach Oslo zu reisen. Ich habe auch in meiner Freizeit viel Sport gemacht: habe mich in einem Tanzstudio angemeldet, wo ich viele dänische Mädels kennengelernt habe, und war viel laufen im Wald neben meinem Studentenwohnheim. Auch von der Uni wurden immer wieder Events angeboten zum Beispiel zum gemeinsamen Kochen oder Basteln. Das war immer sehr nett und alle waren offen für Internationale Student/innen.

Alles in allem kann ich jedem ein Auslandssemester nur ans Herz legen. Ich habe neue Freundschaften geknüpft und bin jetzt sogar auch mit einer Japanerin gut befreundet und immer noch viel in Kontakt. Ich mag es, wie vernetzt man dadurch wird und immer wieder Neues über andere Kulturen lernt. Auch wenn es am Anfang vielleicht etwas angsteinflößend ist, allein ins Ausland zu gehen, ist es auf jeden Fall wert und ich bin mir sicher, dass es eine großartige Erfahrung sein wird! 😊